Dieser Bootstyp ist im 18. und 19. Jahrhundert in unterschiedlichen Bauweisen als
Bei- und Rettungsboot von fast allen seefahrenden Nationen genutzt worden. Sie sind
ursprünglich als Ruderboote konstruiert, haben aber ein Schwert und Masten. Wegen ihres
relativ geringen Gewichtes können sie mit mancher Yacht mithalten, wenn auch nicht hart
am Wind. Die größeren Varianten hießen Barkasse oder Gig (bis 13m u. 3 Masten).
In solch einem Boot ist 1798 Käptīn Bligh nach der Meuterei auf der Bounty ca. 3000 Seemeilen durch
die Südsee gesegelt. Viele Geschichten rangen um die Seegängigkeit und Tauglichkeit dieser
Boote. Etwa zu gleicher Zeit sind ein paar Iren mit einer Gig über den englischen Kanal
gesegelt um die Franzosen um Hilfe gegen die Engländer zu bitten.
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Seglerisch sind sie nicht
gescheitert, die Franzosen waren nur zu wachsam und brachten sie auf.
Der von uns genutzte Kutter hat zwei Masten und ist 8.50 m lang. Viele solche Nachbauten
werden seit Jahrzehnten als "Jugendkutter" zum Fahrtensegeln genutzt. Im Rahmen der Kieler
Woche wird jedes Jahr eine Kutterregatta ausgetragen und in Holland hat es bis vor Jahren
noch nationale Meisterschaften gegeben.
Auf dem Boot geht alles Hand in Hand, auf eine Weise die fast nur noch auf alten Seglern
erlebbar ist. Ich bin früher als Teil einer Jugendqlique mit so einem Boot ohne Motor nach
Schweden gesegelt, eine Erfahrung, die mich nie wieder losgelassen hat.
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